Die Eckpfeiler der Inspiration

„Wie bist du nur auf die Idee zu der Geschichte gekommen?“ Diese Frage wird mir doch sehr oft gestellt, doch nicht immer kann ich die ausführliche Antwort geben, die ich gerne möchte. Immerhin spielten einige Faktoren zusammen, die mir dabei halfen, die magische Welt Nassuns zu erschaffen. Die vier größten Eckpfeiler meiner Inspiration möchte ich euch nun vorstellen:

Die Faszination „High Fantasy“

Ich war eigentlich nie ein richtig eingefleischter Fantasy-Fan. Gut, ich habe gerne Filme gesehen und Bücher gelesen, die diesem Genre zugehörig sind, doch da hörte
meine Begeisterung auch schon auf. Bis ich auf „Herr der Ringe“ stieß und abgrundtief gefesselt war. Ich gehöre zwar jener Gruppe an, die zuerst den Film sah, ehe sie das Buch gelesen hat (ein Manko, wie ein echter Herr der Ringe – Fan sagen würde), doch mich hat Tolkiens Welt trotzdem nicht minder gefesselt. Ich war von dem Aufbau, den Figuren und vor allem all den Hintergrundgeschichten fasziniert und sehe in diesem Meisterwerk meine allererste Inspirationsquelle. Denn als ich beschloss, Fantasy zu schreiben, wusste ich: Es muss sich dabei um High Fantasy handeln. Sowas wie Herr der Ringe. Nicht mehr und nicht weniger.

Vom Gott zum Gefühl

Was vielleicht nur wenige wissen: Ich habe mich seit meinem 10. Lebensjahr intensiv mit griechischer Mythologie beschäftigt. Ich habe sogar einmal versucht, einen Stammbaum aller Titanen, Götter und Heroen anzufertigen weil ich wissen wollte, ob alle irgendwie miteinander zusammenhängen (ja, ich hatte eigenartige Hobbys als Kind). Die griechischen Götter waren es, die mich darauf gebracht haben, personifizierte Gefühle zu erschaffen. Immerhin gibt es für alles Mögliche einen Gott – auch für Gefühle. Ich wollte aber bewusst keine „neuen“ Götter erschaffen und habe daher den einfachsten aller Wege gewählt: ich habe den Personifikationen Leben eingehaucht.

Das Harry Potter – Tief wird zum Hoch

Jahrelang habe ich mich dagegen gewehrt, Harry Potter zu lesen. Das war mir alles zu Mainstream und hat mich auch irgendwie nicht interessiert. Auf dringliches Raten einer Freundin hinauf, habe ich dann aber doch irgendwann mit dem ersten Buch begonnen und schon war es um mich geschehen. Binnen zwei Wochen habe ich alle Bände verschlungen und stürzte danach in den Nach-Buch-Blues. Ich wollte weiter in dieser zauberhaften Welt leben, doch es gab keine weiteren Teile mehr. Also beschloss ich kurzerhand: Dann schreibe ich halt meine eigene Geschichte. Schaffe klare Strukturen, Linien und Gesetze und merze somit das aus, was mich mitunter bei anderen Büchern gestört hat. Somit wurde mein Harry Potter – Tief der Auslöser für die Erschaffung der magischen Welt Nassuns.

Kampftraining mit Zelda

Der letzte Punkt auf meiner Liste: meine Spielleidenschaft. Ich bin ein bekennender Zelda-Freak, habe jedes Spiel zu Hause und liebe es, als Link durch Hyrule zu streifen. Das Nintendo Wii-Spiel „Twilight Princess“ hat mir dabei geholfen, meinen literarischen Kampfszenen zu visualisieren und an ihnen zu feilen. Der positive Nebeneffekt: Zocken aus Recherchegründen.

Natürlich gab es neben diesen „Top 4“ auch noch viele andere Punkte, die mich bewusst oder unbewusst inspiriert haben. Den letzten und größten Trigger habe ich euch aber noch vorenthalten. Denn wie mir zwei Märchenfiguren schlussendlich das Tor in die magische Welt Nassuns geöffnet haben, das lest ihr ein anderes Mal.

 

auf dem Bild: Harry  Potter und der Stein der Weisen - Illustrierte Schmuckausgabe (Carlsen Verlag) ; Der Herr der Ringe: illustriert - mit Illustrationen von Alan Lee (Klett-Cotta Verlag)

 

 

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